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Google Fred Update

Das Fred Update gehört zu den vergleichsweise neuen Updates, die Google seinem Algorithmus verpasst hat. Es wurde erst recht spät entdeckt und die Benennung außerhalb der typischen Nomenklatur von Google geht auf einen scherz eines Entwicklers zurück. Es war die Fortführung einiger Trends und Anpassungen, die Google nach Panda und Penguin für die Bewertung der Qualität von Webseiten vorgenommen hat. Bemerkenswert war beim "Fred Update" vor allem, dass es innerhalb von kurzer Zeit zu teils drastischen Veränderungen bei einzelnen Seiten gesorgt hat.

  • Google Fred Update

Das Fred Update eher als Fred Updates zu verstehen

Um sowohl die seltsame Namensgebung als auch die Funktionsweise von Fred zu verstehen, ist es wichtig zu wissen, dass es haufenweise Änderungen an Googles Algorithmus gibt. Nach Schätzungen sollen bis zu 600 verschiedene Anpassungen im Jahr vorgenommen werden. In der Regel sind diese aber kaum zu bemerken. Größere Updates wie Panda, Penguin, Florida oder Hummingbird kamen meist mit drastischen Veränderungen und wurden wenigstens hinterher von den Entwicklern benannt. Das Fred Update, das in 2017 erstmals so benannt wurde, wurde aber weder von der Suchmaschine angekündigt noch hat es einen Arbeitsnamen bekommen.

Richtig wäre ohnehin, wenn man über *die* Fred Updates spricht. Nach einem Witz eines Entwicklers, das alle Updates künftig "Fred Updates" genannt werden sollen, sofern sie von Google keinen anderen Namen bekommen haben, wurde diese Namensgebung übernommen. Heute versteht man darunter vor allem Quality Updates am Algorithmus, die erstmals 2015 aufgetreten sind aber besonders im Jahr 2017 in den Fokus gerieten. Als im März 2017 eine deutliche "Erschütterung" in den SERPs zu bemerken war, wurde auch eine breite Masse auf die Vielzahl der Updates in den letzten Jahren aufmerksam. Bisher wurden diese "Phantom Updates" oder ähnlich genannt. Mit dem Fred Update war nun für sie ein eigener Name geschaffen.

Worauf zielen die Fred Updates im Algorithmus ab?

Die Besonderheiten des Fred Update lagen nicht nur in ihrer etwas kuriosen Benennung, sondern vor allem in den Auswirkungen, den das Update auf die SERPs hatte. Selbst im Vergleich mit Panda waren die Entwicklungen in den Ergebnissen drastischer. Dabei war klar, dass es keinen direkten Zusammenhang mit Panda oder Penguin gab. Stattdessen versuchte man offenbar mit diesen Updates für die Qualität, die in Panda angestoßenen Maßnahmen für Website-Quality weiter zu verbessern. Erstmals wurden 2015 drastische Veränderungen ohne ein namentliches Update bemerkt, das zweite Mal war es dann 2017 soweit. Aber auch zwischendurch gab es anscheinend immer wieder kleine Anpassungen, die in das Schema eines Fred Update fallen.

Das oberste Ziel ist laut der Entwickler von Google dabei, Webseiten weiter aus dem Index zu drängen, die typische Merkmale geringer Qualität aufweisen. Dazu gehören beispielsweise die folgenden Faktoren:

  • Übermäßige Platzierung von Werbung in essentiellen Teilen der Seite. Besonders eine Überladung im "Above the fold" wurde hier bei den Updates in den Fokus genommen.
  • "Thin Content" - sprich Inhalte, die keinerlei Mehrwert für den Besucher bieten oder gerade so ausreichend sind, damit Google eine vermeintlich gute Bewertung vornehmen kann.
  • Content zu vielen unterschiedlichen und nicht untereinander relevanten Themen, der anscheinend nur angelegt wurde, um einen Bonus beim Ranking erzielen zu können.
  • Überladung der Webseite durch Affiliate Links und Partner. Auffällig war dabei, dass auch die aggressive Einbindung von Googles Adsense bei einigen Webseiten zu einem Downgrade geführt hat.
Neu war das für die Betreiber der entsprechenden Seiten aber nicht. Es war eine konsequente Fortführung der Bereiche, die schon bei dem ersten Panda Update berücksichtigt worden sind. Es wurde aber klar, dass die Fred Updates vor allem auf Seiten abgezielt haben, die sich ein gutes Ranking erschleichen und im Anschluss mit der Werbung die Nutzerfreundlichkeit eingeschränkt haben. Die aggressive Monetarisierung auf Kosten der Nutzer sollte damit endgültig ein Ende finden.

Direkte und langfristige Auswirkungen des Fred Update

Der eigentliche Grund dafür, dass sich die Webmaster überhaupt mit diesen unbenannten Updates beschäftigt haben, waren die direkten Auswirkungen auf die SERPs. Es kam vor, dass vorher gut gerankte Seiten bis zu 100 Plätze verloren haben. Generell galt, dass die meisten Webseiten mit viel Werbung zu den großen Verlierern der Fred Updates gehörten. Es verdeutlichte aber auch auf eine sehr nachdrückliche Weise, welches Credo sich Google von den Betreibern der Seite wünscht: Was will der Nutzer?

Ob das Update im Jahr 2017 das letzte Fred Update war ist ungewiss. Google wird weiterhin dafür sorgen, dass die internen Ansprüche an Qualität auf Webseiten umgesetzt werden. Mit den wenig subtilen Hinweisen darauf, was Webseiten passieren kann, die es mit der Werbung übertreiben, wurde das noch einmal sehr deutlich gemacht.