Lädt...
Home /  Lexikon /  Google Penguin Update 3.0

Google Penguin Update 3.0

Das Google Penguin Update gehörte zu den großen Veränderungen in Googles Algorithmus zur Verbesserung der User Experience. Heute wird es vor allem neben Panda genannt, wenn es um die drastischen Änderungen geht, mit denen sich Google in seiner Suchmaschine stärker auf den Content und Seiten mit einer hohen Qualität fokussiert hat. Während Panda sich vor allem auf die inhaltlichen Kriterien einer Webseite konzentrierte, nahm Penguin Seiten in den Fokus, die über ein unnatürliches Link-Profil verfügten. Die Besonderheit ist, dass Penguin in mehreren Wellen ausgerollt wurde. Die momentan aktive Stufe wird als Penguin 3.0 bezeichnet und hatte geringere Auswirkungen auf den Index als die beiden Rollouts zuvor.

Die Geschichte des Google Penguin Update

Erstmalig wurde Penguin am 24. April 2012 als ein Algorithmus Update in der Suchmaschine eingefügt. In den kommenden Monaten erfolgten dabei weitere Date-Refreshes, in denen nach und nach alle Suchindexe überall auf der Welt von dem Update betroffen waren. Bereits kurz nach der Einführung konnten mitunter erhebliche Veränderungen an den SERPs bemerkt werden. In manchen Fällen sank die Sichtbarkeit von Webseiten um bis zu 80 Prozent. Es war eine der größten Veränderungen am bisherigen Algorithmus von Google und hatte nach dem Panda Update, das nur ein Jahr zuvor eingeführt war, erstmals wieder drastische Auswirkungen darauf, wie die Suchmaschine arbeitete.

In den folgenden Monaten und Jahren kam es zu Folgeupdates, die schließlich in Penguin 3.0 mündeten. Dabei handelte es sich allerdings nicht um weitere Anpassungen am eigentlichen Algorithmus, sondern um sogenannte Data-Updates. Damit wurden zum einen Teile des Suchindex erfasst, die bisher noch nicht von Penguin betroffen waren und zum anderen wurden die unterschiedlichen Perimeter nach den Erfahrungen von Google verschärft. Schließlich ist seit Oktober 2014 das Google Penguin 3.0 Update aktiv. Im Vergleich hatte es für den deutschen Sprachraum von Google nur noch geringe Auswirkungen und betraf nur noch rund zwei Prozent der Suchanfragen.

Was ist der Gedanke hinter den Penguin Updates?

Mit Penguin 3.0 versucht Google eine Entwicklung abzuschließen, die einen erheblichen Anteil zur Verbesserung der SERPs hatte. Während sich Panda vor allem mit den Inhalten von Webseiten beschäftigt hat, ging es beim Penguin darum, die Webseiten aus dem Index verschwinden zu lassen, die ihre Position aufgrund von unnatürlicher Optimierung erhalten haben. Konkret zielten die Updates bis Penguin 3.0 darauf ab, dass Webseiten mit einer Überoptimierung entsprechend abgestraft werden. Das bedeutet, dass Seiten, die weniger auf die User Experience und eine ein gute Erfahrung für die Besucher setzen und dafür auf rein technische Optimierung setzen, einen Nachteil haben.

Besonders betroffen waren beispielsweise Seiten, die einen unnatürlichen Linkaufbau hatten. Das konnte zum einen bedeuten, dass die Quellen der Backlinks eher zweifelhaft waren - beispielsweise, dass offensichtlich ist, dass es sich um gekaufte Links handelt - oder die in einer reinen Menge aus fragwürdigen Quellen stammten. Damit stellte das Update schon vor Penguin 3.0 einige bestehende Grundkonzepte auf dem Kopf. In früheren Zeiten war es für viele Seiten normal, besonders viele Backlinks beispielsweise durch Artikel- und Linkverzeichnisse zu erhalten. Wer dieses Prinzip übertrieben hat, war in der Gefahr, durch Penguin abgewertet zu werden.

Was ist der Stand nach dem Penguin 3.0 Update?

Mit Penguin 3.0 gab es also noch einmal einen Data Refresh, bei dem die neusten Entwicklungen in den Algorithmus eingespeist wurden. Inzwischen hat Google darüber hinaus bekannt gegeben, dass die Technik aus Penguin selbst inzwischen Teil des Kerns der Suchmaschine ist und es sich daher nicht mehr nur um eine klassische Anpassung handelt. Ein Zeichen dafür, dass das Update inzwischen auch bei den Betreibern von Webseiten angekommen ist, ist der Mangel an sichtbaren Abwertungen nach dem Data Refresh. Es hat nur sehr wenige Webseiten erwischt, was darauf hindeutet, dass viele Webmaster in den letzten Jahren ihre eigenen Bemühungen zur Suchmaschinenoptimierung angepasst haben und somit nicht mehr anfällig für die Faktoren rund um Penguin sind.

Worauf ist zu achten, um auch mit Penguin 3.0 sauber zu optimieren?

Das wichtigste Ziel in Zeiten von Penguin 3.0 muss es sein, dass die eigene Webseite so optimiert ist, dass es wie eine organische Optimierung aussieht und darüber hinaus stets die menschlichen Besucher im Fokus stehen. Dabei sollten stets die Webmaster Guidelines von Google bei der Optimierung beachtet werden. Ein Beispiel wäre etwa der Linkaufbau. Penguin 3.0 hat auf die Webseiten abgezielt, die auch nach dem Update weiterhin auf Backlinks aus verdächtigen Quellen gesetzt haben und unnatürliche Linkprofile hatten. Entsprechend wichtig ist es, dass der eigene Linkaufbau streng nach den Guidelines verläuft. Selbst der Kauf von Backlinks kann im Zweifel ein Grund für die Abwertung der eigenen Seite sein.

Ein weiterer Faktor, der eine Abwertung durch Penguin 3.0 verhindern kann, ist der gemächliche Aufbau der eigenen Backlinks. Natürlich möchte der Betreiber einer Webseite möglichst schnell Ergebnisse in Form einer besseren Platzierung sehen. Ein zu schneller Aufbau ist allerdings immer ein Warnzeichen für Google. Es kann sowohl zu einer Abstrafung führen als auch dazu, dass sich die Seite in der sogenannten Sandbox befindet und dort für einige Monate verharrt. Bei einem natürlichen Linkaufbau muss sich der Betreiber also Zeit lassen und dafür nur die besten Backlinks auswählen, die bei der thematischen Relevanz perfekt zur eigenen Seite passen.

Penguin 3.0 - die menschlichen Besucher sind weiterhin von Bedeutung

Alles in allem hat sich Googles Strategie seit der Einführung von Panda und Penguin nicht verändert. An oberster Stelle stehen immer die menschlichen Besucher. Google erwartet von den Webseiten in den SERPs, dass sie ihre Webseiten auch für diese Besucher anpassen. Das bedeutet, dass die Seiten stets auf dem aktuellen Stand der Technik sein sollten, ein guter Content vorhanden sein muss und die User Signals stimmen. Es ist zu erwarten, dass auch weiterhin gegen Über-Optimierung und gegen Seiten vorgegangen wird, die nicht die menschlichen Besucher in den Fokus stellen. Entsprechend wichtig ist es, dass Lehren aus den Penguin Update gezogen werden und die Suchmaschinenoptimierung entsprechend Googles Wünschen ausgeführt wird.