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Google Phantom Update

Eine der Schwierigkeiten von größeren Updates an Googles Algorithmus ist es, dass es sich nicht einfach so verstecken lässt. Die Auswirkungen auf die SERPs werden in der Regel zeitnahe entdeckt. Meistens ist es so, dass Google entsprechende Anfragen dann bestätigt oder darauf hinweist, dass ein neues und großes Update am Algorithmus ausgeliefert wurde. Anders verhielt es sich im Jahr 2015. Als das - später so genannte - Google Phantom Update auf die Server gebracht wurde, versuchte Google es erst zu verschweigen. Erst auf wiederholte Nachfragen gab man zu, dass es ein Update gab. Mit dem heutigen Wissen war das Core Algorithmus Update eines der Größten, das die Suchmaschine am Algorithmus vorgenommen hat.

  • Google Phantom Update

Die Geschichte hinter dem Google Phantom Update

Bereits im Jahr 2015 war bekannt, dass Google im Laufe eines Jahres verschiedene Anpassungen und Verbesserungen an einem Algorithmus vornimmt. Die meisten dieser kleinen Updates wurden nicht kommuniziert und hatten nur überaus geringe Auswirkungen auf die sensiblen SERPs. Gab es doch einmal ein großes Update, so wurde dieses in der Regel kurz darauf von Google kommuniziert. Entsprechend überrascht waren viele Benutzer, als es im Mai plötzlich und ohne ersichtlichen Grund zu empfindlichen Verschiebungen in den SERPs kam. Dabei wurden viele Webseiten abgewertet und keiner wusste so wirklich, was es mit dieser Veränderung auf sich hatte.

Das größte Rätsel war die Ursache. Sowohl große wie auch kleine Webseiten hatten mit dem Google Phantom Update teilweise deutlich an Reichweite eingebüßt. Klare Gemeinsamkeiten schien es nicht zu geben. Es gab die Vermutung, dass das Update in Verbindung mit Panda und Penguin stehen könnte. Google sagte aber bereits an diesem Punkt, dass es kein weiteres Update gegeben hatte. Es brauchte konsequentes Nachfragen einiger Experten bis Google sich zu der Aussage hinreißen ließ, dass es ein Update gegeben hat, dass die Quality Signals der verschiedenen Webseite verändert bewertet.

Es kam selten in der Geschichte der letzten Jahre vor, dass Google so wenig über ein Update preisgegeben hat. Da man zu Beginn sogar überhaupt die Existenz verleugnete, bekam es den Namen Google Phantom Update. An anderen Stellen wird es auch Core Algorithmus Update genannt, da man davon ausgehen musste, dass Google essentielle Teil des Kerns des Algorithmus für dieses Update verändert hatte.

Was ist über das Google Phantom Update im Laufe der Jahre bekannt geworden?

Natürlich haben sich die meisten Profis nicht damit zufriedengegeben, dass Google keinerlei Informationen über den Zweck oder den genauen Inhalt herausgegeben hat. Und so waren sie recht penetrant darin, eigene Nachforschungen anzustellen oder bei jeder Gelegenheit die Verantwortlichen erneut zu fragen, was es mit dem Google Phantom Update auf sich hatte. So sind im Laufe der Jahre zumindest einige Vermutungen entstanden, was genau verändert wurde und welche Stellschrauben mit dem Google Phantom Update verändert worden sind.

  • Eine Anpassung des Kerns des Algorithmus an die Änderungen aus Panda und Penguin und somit einen noch stärkeren Fokus auf Content.
  • Erinnerung an die Betreiber, dass neue Faktoren gelten. Bisher hatten viele Webseiten beispielsweise Faktoren wie Mobile Friendly oder Werbung ignoriert.
  • Unique Content ist der König und ist der Punkt, der für die Benutzer der Suchmaschine am interessantesten ist. Das sollte auch für die Betreiber gelten.
  • Es wurde regelmäßig auf die Webmaster Guidelines und die neusten Entwicklungen verwiesen, wenn nach dem Google Phantom Update gefragt wurde.
Ohne dass Google es konkret erwähnt hat, kann man das Update also als eine Erinnerung an die Webmaster verstehen, dass sich mit Penguin und Panda so einiges geändert hat. Bis dahin wurden viele der Änderungen zwar zur Kenntnis genommen, bei Weitem nicht alle Webmaster aus den oberen Bereichen haben sich aber an den neuen Guidelines orientiert.

Wie wirkt sich das Phantom Update auf die Suchmaschinenoptimierung aus?

Solange Google keinen Hinweis darauf gibt, was bei den Phantom Updates eigentlich passiert ist, ist es natürlich schwer einen Tipp für die Optimierung zu geben. Man kann sich jedoch daran orientieren, was in den vergangenen Jahren durch Google selbst gesagt wurde. Da wurde beispielsweise immer wieder auf die Webmaster Guidelines hingewiesen. Auch der Content spielte eine Rolle in den Bemerkungen, die es von den Offiziellen gab. Genau hier ist auch der Ansatz, mit dem man nach dem Google Phantom Update agieren könnte. Es geht darum, dass man sich an die Dinge hält, die mit Panda und Penguin vorgegeben worden sind.

Ein starker Unique Content sollte die Basis für jede Seite sein, die Erfolge in den Suchmaschinen feiern möchte. Darüber hinaus ist es wichtig, dass man sich an die Dinge hält, die Google vorgegeben hat. Technische Komponenten sollten ebenso wie die Mobile Friendly Strategie eine Rolle spielen. Man muss sich an die neusten Entwicklungen in der Suchmaschine anpassen und gleichzeitig langfristig denken. Noch heute gibt es Versionen des Google Phantom Update - sie haben nur danach nie wieder in der Form zugeschlagen, wie es im Jahr 2015 der Fall war.

Nach dem Google Phantom Update: Ausblick und die Fred Updates

Im Jahr 2017 gab es ein erneutes Update mit Auswirkungen auf die SERPs. Auch dieses wurde nicht von Google benannt und bekam schließlich nach einem Scherz den Namen Fred Update. So wie das Google Phantom Update eine unbezeichnete Veränderung am Algorithmus darstellte, ist es auch bei den Fred Updates, die bis heute stattfinden, so, dass es immer neue Entwicklungen gibt. Das Jahr 2015 war also nicht das Ende der Anpassungen am Kern des Algorithmus. Google wird sich dahingehend niemals wirklich äußern, schließlich ist der Algorithmus das Geheimnis des Erfolgs ihrer Suchmaschine. Wer sich aber stets innerhalb der aktuellen Entwicklungen bewegt und das beachtet, was von Google für die Optimierung vorgegeben, ist in der Regel auch gegen die kleinen und großen Veränderungen ohne Namen geschützt.