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Linkfarm

Bei einer Linkfarm handelt es sich um eine Webseite, die ihren primären - oft auch einzigen - Zweck darin sieht, auf andere Seiten im Internet zu verlinken. Über viele Jahre wurden die Linkfarmen vor allem für den Aufbau von Backlinks genutzt und waren bei der Verbesserung des Pagerank beliebt. Seitdem die Reputation einer Webseite eine wichtige Rolle spielt, hat die Bedeutung der meisten Linkfarmen erheblich nachgelassen. Aber noch heute werden sie von vielen Einsteigern im Bereich der Suchmaschinenoptimierung genutzt, wenn es um den natürlichen Linkaufbau zur eigenen Seite geht.

Linkfarmen und Linkfarming - was hat es damit auf sich?

Das Linkfarming ist eine recht alte Methode aus der Suchmaschinenoptimierung. Schon in den Anfangszeiten von Google haben Webmaster entdeckt, dass die Zahl der Backlinks einen erheblichen Einfluss auf den Pagerank und somit auch auf die Positionierung in den Suchergebnissen hatte. Mit der Hilfe von Linkfarming wurden nun Backlinks mit anderen Seiten getauscht oder es wurden spezielle Seiten entwickelt, die ganz alleine ihren Zweck darin haben, auf andere Seiten zu verlinken. Mit der Veränderung der Bewertung von Webseiten und vor allem der Veränderung des Algorithmus und die gesunkene Bedeutung des PageRank sind solche Seiten aber in ihrer Funktion beinahe überflüssig geworden.

Obwohl das Linkfarming heute eine geringe Bedeutung hat und es von Google sogar offiziell als Verstoß gegen die Richtlinien für die Nutzung der Suchmaschine betrachtet wird, sind die Linkfarmen nicht verschwunden. Es gibt weiterhin Seiten, die eine hohe Zahl von Backlinks anbieten. Dabei sind diese nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich. Oft verstecken sich die Links in wenig sichtbaren Bereichen der Webseite oder sind sogar mittels CSS versteckt - was ein noch drastischerer Verstoß gegen die Richtlinien ist.

Für die Betreiber von Webseiten ist es also nicht nur wichtig, dass sie sich selbst nicht auf einer Linkfarm eintragen, sondern auch verhindern, dass sie von automatisierten Prozessen oder versehentlich auf diesen Seiten zu finden sind. Dafür muss eine solche Seite aber erst einmal als eine Linkfarm identifiziert werden.

Was sind die typischen Merkmale einer Linkfarm?

Linkfarmen haben das oberste Ziel, eine möglichst hohe Dichte an Backlinks zur Verfügung zu stellen. Dabei werben viele von ihnen mit kostenlosen Möglichkeiten für die Eintragung aber bieten darüber hinaus auch vermeintliche Premium-Links an, die ein noch besseres Rating erzielen können. Das ist aber in fast allen Fällen einfach nicht wahr. Ganz im Gegenteil, Google neigt dazu die Nutznießer von solchen Linkfarmen abzustrafen. Das kann im besten Fall zu einer Abwertung der eigenen Sichtbarkeit führen, im schlimmsten Fall aber zu einer vollständigen Löschung von Domains und Seiten aus den SERPs. Wie kann eine solche Seite also erkannt werden?

  • Eine Linkfarm verzichtet in der Regel auf jegliche Form von ansprechenden Inhalten. Sofern es sie überhaupt gibt und nicht einfach nur aus offensichtlichen Maschinentexten bestehen, gibt es kein Muster im Content und keine hohe Qualität. Diese Seiten sind nicht für menschliche Besucher ausgerichtet.
  • Es gibt eine sehr hohe Dichte an Backlinks pro Unterseite. Diese werden in die Maschinentexte eingebaut oder sind in anderer Form direkt in den Content eingebunden.
  • Darüber hinaus finden sich Verlinkungen an untypischen Stellen. So gibt es beispielsweise viele Farmen, die eine sehr hohe Zahl an Links im Footer haben.
Generell ist es wichtig, dass eine Linkfarm als solche erkannt wird, bevor man sich um die Eintragung der eigenen Seite und um die Generierung eines Backlinks bemüht.

Es ist aber wichtig, dass man nicht jede Webseite, die eine hohe Zahl an Backlinks zur Verfügung stellt, als eine Linkfarm betrachtet. Ein gutes Beispiel dafür sind die Online-Branchenverzeichnisse und Kataloge, die seit dem Ende der Gelben Seiten wichtige Anlaufstation für die Suche nach lokalen Unternehmen und Dienstleistern sind. Auch Google betrachtet diese Seiten anders. Die Informationen haben einen Mehrwert für Besucher. Entsprechend kann ein Backlink von einer solchen Seite durchaus als hilfreich für das eigene Linkprofil betrachtet werden.

Die Auswirkung des Themas Linkfarm für die eigenen SEO-Bemühungen

Linkfarm, Linkfarming, digitale Branchenbücher - das alles kann durchaus zu einem komplexen Thema werden. Gerade für den Link Juice oder den generellen Linkaufbau ist es wichtig, dass man ein gutes Profil an Verlinkungen vorweisen kann. Zwar mögen Pagerank und Co heute nicht mehr die Bedeutung wie früher haben, die Prinzipien dahinter sind aber gleich geblieben. Eine gute Zahl von Backlinks ist entscheidend für den Erfolg und eine der Grundlagen für eine starke Suchmaschinenoptimierung. Wie soll man also mit den Linkfarmen umgehen und was passiert, wenn man gegen den eigenen Willen einen solchen Eintrag auf die eigene Seite findet?

Von sich aus sollte keine Linkfarm genutzt werden. Die möglichen positiven Resultate daraus lassen sich nicht einmal ansatzweise mit den negativen Folgen vergleichen. Google geht stark gegen Linkfarmen und ähnliche Dienste vor - die Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden ist also sehr hoch. Davon ab gibt ein Link von einer Linkfarm nur sehr selten eine Reputation, für dass sich dieses Risiko lohnen würde. Es ist also dringend davon abzuraten diese Dienste zu nutzen. Das gilt auch dann, wenn sie mit vermeintlichen Premium-Verlinkungen locken.

Sollte man doch einen solchen Link von einer Linkfarm auf dem eigenen Backlink-Profil nutzen, gelten die gleichen Maßnahmen wie immer, wenn man sich eines ungewünschten Backlinks entledigen möchte. Zum einen sollte eine vollständige Analyse vorgenommen werden, um alle Links zu finden, die nicht absichtlich gesetzt worden sind. Wenn diese entfernt sind, kann ein sogenannter Reconsideration Request bei Google gestellt werden. Dann sollte die Gewichtung dieser Links aus dem eigenen Backlinkprofil entfernt werden.