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Page Rank Update allgemein

Lange bevor über Content Marketing, Mobile Designs und Domain Authority geredet wurde, war der sogenannte PageRank der wohl wichtigste Begriff aus der Welt der Suchmaschinenoptimierung. Der Hype rund um die Bewertung von Webseiten ging so weit, dass basierend auf dieser Angabe der Verkaufswert von Präsenzen im Internet entschieden wurde. Überall auf der Welt fieberten die Webmaster auf die PageRank Update Intervalle hin, um zu sehen, ob ihre Bemühungen für einen besseren PageRank sich ausgezeichnet haben. Inzwischen ist diese Kennzahl aber beinahe völlig aus dem Bewusstsein der Optimierung verschwunden. Das liegt auch daran, dass er nach heutigem Maßstab beachtlich einfach, durchschaubar und manipulierbar war.

Die Funktionsweise des PageRanks in früheren Zeiten

Über lange Zeit nutzte Google mit dem PageRank eine relativ transparente Möglichkeit zur Erkennung, ob die eigene Seite sich im direkten Vergleich mit anderen Angeboten im Netz gut präsentiert. Dabei waren es vor allem die großen Nachrichten-Seiten von CNN und anderen Anbietern, die hier den höchsten Wert hatten. Das lag natürlich daran, dass diese Seiten in der Regel besonders stark im Netz verlinkt worden sind. Der PageRank speiste sich also damals aus ähnlichen Faktoren wie heute die Domain Popularity oder die Domain Authority: Die Zahl der Backlinks spielte ebenso eine Rolle wie die Relevanz und die Streuung im Linkaufbau.

Der PageRank wurde dabei - und wird eigentlich noch heute, sofern entsprechende Tools genutzt werden - auf einer Skala von 0 bis 10 angezeigt. Zu früheren Zeiten wurden zu diesem Zweck Toolbars genutzt, die dieses Feature eingebaut haben, heute gibt es noch entsprechende Addons für die gängigen Browser, um sich den PageRank darstellen zu lassen. Dabei kam es regelmäßig zum sogenannten PageRank Update. Anfänglich wurde das PageRank Update noch in recht kurzen Intervallen veröffentlicht, später dann in eher längeren Abständen. Dabei war es durchaus möglich, dass ein PageRank Update bereits vor der Anzeige in den entsprechenden Tools durchgeführt wurde und die Anzeige schon beinahe veraltet war, als sie bei dem Benutzer ankam.

Das PageRank Update und die immer länger werdenden Intervalle

Generell ließ sich Google bereits zu Zeiten des PageRank nicht wirklich in die Karten gucken. Es gab seltene Ankündigungen für ein solche Aktualisierung, in der Regel wurden diese aber eher durch Zufall bemerkt. Dabei wurden die Seiten aus den USA meistens zuerst geupdated und daraufhin folgten die Seiten aus Europa. Trotzdem war zu Beginn darauf Verlass, dass Google etwa alle drei bis vier Monate den PageRank und entsprechend auch die Bewertungen mit einem Update versehen hat. Im Laufe der Zeit wurde das PageRank Update aber immer seltener und das war etwa zu der Zeit, zu der Google anfing die eigene Policy für die Ansicht von Suchergebnissen zu verändern.

Ende der Updates und das Ende der Bedeutung von PageRank in der Suchmaschinenoptimierung

Bereits im Jahr 2013 entschied sich Google dafür, die Funktionsweise des PageRank einzufrieren und kein weiteres PageRank Update auszuliefern. Das wurde durch die Suchmaschine allerdings erst im Oktober 2014 in einer Runde mit einem zuständigen Entwickler bestätigt. Dieser sagte, dass das letzte PageRank Update bereits im letzten Jahr war und man nicht plant, ein weiteres PageRank Update durchzuführen. Die Gründe dafür waren offenbar vielfältig und Google selbst hat sich typischerweise nicht geäußert. Es wurde aber beispielsweise darauf verwiesen, dass das PageRank Update schon seit einer ganzen Weile für die meisten Profis aus der Branche überflüssig erschien. Wurde der PageRank Anfang noch als das Symbol schlechthin für die Qualität einer Webseite angeführt, wurden in den kommenden Jahren immer neue Faktoren geschaffen.

Darüber hinaus gilt es bis heute zwischen dem öffentlich sichtbaren PageRank zu unterscheiden und dem Wert, mit dem Google anscheinend in der internen Bewertung arbeitet. Hier kann sich der Benutzer sicher sein, dass es auch weiterhin das eine oder andere PageRank Update gibt, das direkt mit der Seriosität einer Webseite zu tun hat. Diese Änderungen sind für die Benutzer einfach nicht mehr sichtbar. Durch die flächendeckende Einführung von Google Analytics auf den meisten Webseiten im Index gibt es zudem viele andere User Signals, die deutlich mehr Informationen für die Webmaster liefern als es der PageRank je getan hat.

Spielt das PageRank Update heute noch eine Rolle in der SEO-Welt?

Der PageRank und das zugehörige PageRank Update sind vor allem Beweise dafür, dass die Suchmaschine sich im Laufe der Zeit stark verändert. Google versucht sich an die Entwicklungen im Web anzupassen und ist auch durchaus bereit, beliebte oder bisher verlässliche Tools abzuschalten, sofern sie nicht mehr das tun, was sich die Suchmaschine erwünscht. Das hat Google auch in den letzten Jahren immer bewiesen. Mit den Updates der Policy, dem Penguin Update und dem Panda Update hat sich das ein weiteres Mal bewiesen.

Heute ist der PageRank nur noch in der internen Bewertung wichtig und selbst da ist nicht ganz klar, welchen Stellenwert er in Verbindung mit Domain Authority und anderen KPIs besitzt. Und natürlich kann sich der eine oder andere Nutzer auch heute noch die PageRanks von alten Seiten ansehen. Die Daten haben aber keinen wirklichen Mehrwert mehr, da sie spätestens seit 2013 für die Öffentlichkeit eingefroren sind.