Lädt...
Home /  Lexikon /  Rich Snippets

Rich Snippets

Die Snippets, also der kleine Auszug aus Texten oder Informationen in den SERPs, sind seit jeher ein Teil von Googles Suchmaschine. Mit der Erweiterung auf die Rich Snippets wurden eben jene Informationen aber noch einmal deutlich aufgewertet. Die Besucher finden jetzt nicht nur kleine Auszüge aus der Meta-Description, sondern umfassende Informationen, die von der Bewertung von Produkten bis hin zu komplett beantworteten Fragen reichen können. Für die Betreiber von Webseiten sind die Rich Snippets eine gute Möglichkeit, wie sie die Kunden vom Wert der eigenen Seite überzeugen können, bevor es überhaupt einen Klick auf sie gegeben hat. Gleichzeitig ist es eine neue Herausforderung für die Optimierung und mit einem hohen Wettbewerb verbunden.

Der Unterschied zwischen Rich Snippets und klassischen Snippets

Klassische Snippets dürften jedem aus der einfachen Suche von Google bekannt sein. Im Fall der SERPs wären das beispielsweise die Auszüge aus der Meta-Description. Inzwischen ist der Algorithmus von Google aber schlau genug, sich nicht mehr alleine darauf zu verlassen, sondern die Snippets selbst aus dem Content zu bauen. Auch im Bereich Google News sind sie bekannt - hier sind es die Auszüge aus dem Inhalt, über die in der Vergangenheit vor allem im Bezug auf das Leistungsschutzrecht gestritten wurde.

Rich Snippets übernehmen diese grundsätzliche Technologie und bieten darüber hinaus weiterführende Informationen an. Das kann von der einfachen Bewertung eines Produktes oder ganzen Shops bis hin zu eingebundenen Videos und Veranstaltungen gehen. Die Rich Snippets sollten den Besuchern schon vor dem Klick ermöglichen, die eigene Suche besser einzugrenzen und eventuell falsche Ergebnisse bei ihrer Suche auszusortieren. Für die Betreiber von Webseiten hingegen wird so die Möglichkeit geschaffen, noch mehr für die eigenen Inhalte zu werben und die Aufmerksamkeit der Besucher gänzlich auf sich zu ziehen. Dabei ist stets die Frage, welche Details genau in den eigenen Rich Snippets dargestellt werden sollen.

Was sind die Inhalte von Rich Snippets?

Google bietet bei den Rich Snippets eine gewisse Vielfalt an, die auch auf unterschiedliche Weise dargestellt wird. Entsprechend der Frage, mit welcher Art von Content sich die eigene Seite beschäftigt, kann es sinnvoll sein, die entsprechenden Snippets einzupflegen. Die folgenden Arten von Rich Snippets stehen derzeit zur Verfügung:

  • News: Typischerweise werden diese Rich Snippets von bekannten Nachrichtenseiten genutzt, es ist aber auch für Blogs möglich. Autor, Bild, Bildüberschrift und die generellen Daten der Veröffentlichung sind verlangt.
  • Produkte: Bei diesem Rich Snippts können interessante Informationen zu Produkten angegeben werden. Preis, Verfügbarkeit, Bewertungen und Zusammenfassungen von Meinungen sind möglich.
  • Video: Auch wenn prinzipiell jede Video-Plattform über dieses Rich Snippet eingebunden werden kann, funktioniert es doch in der Regel nur mit YouTube. Die Informationen zieht sich Google dabei von der eigenen Plattform.
  • Rezepte: Kochseiten profitieren ebenfalls stark von den Rich Snippets. Mit der Angabe von zwei der Informationen aus Nährangaben, Bewertung, Bild und Zubereitungszeit kann man ein solches Snippet erhalten.
  • Apps: Ähnlich wie bei Produkten können auch Apps über Rich Snippets eingebunden werden. In den Markups müssen mindestens zwei der Informationen aus Plattform, Kategorie, Preis und Bewertung angegeben werden.
  • Bewertungen: Auch wenn Bewertungen der Teil des Markups einiger Rich Snippets sind, können sie für verschiedenste Informationen eingeblendet werden. Das gilt für Abstimmungen von Kinofilmen bis hin zur Bewertung von Inhalten.
  • Veranstaltungen: Eines der Rich Snippets ist ein Mini-Veranstaltungskalender. Dafür müssen im Markup Informationen zur Uhrzeit, Preis, Termin, Kategorie und Name des Künstlers eingegeben werden.
Darüber hinaus gibt es noch einige kleinere Rich Snippets, die in der Realität der SERPs besonders in Deutschland aber bisher kaum eine Rolle spielen. Das Ziel ist es, dass das Suchergebnis für die Besucher bereits auf der Seite der SERPs möglichst eindeutig ist. Ehrlicherweise sei also gesagt, dass die Rich Snippets durchaus dafür sorgen können, dass der Traffic auf die eigene Seite sinkt. Fühlen sich die Besucher nicht angesprochen, werden sie gar nicht erst auf den Link klicken. Daher ist es so wichtig, dass hier eine möglichst gute Optimierung durchgeführt wird.

Wie werden die Rich Snippets auf der eigenen Seite definiert?

Es gibt verschiedene Wege, auf denen Google mitgeteilt werden kann, dass bestimmte Inhalte auf der eigenen Seite als Snippets markiert werden sollen. Generell sind es vor allem die Markups mit den verschiedenen Informationen, die einen Hinweis an die Suchmaschine geben. Auf Schema.org können die verschiedenen Markups für die Einbindung der Snippets gefunden werden. Es kommt dabei immer auf unterschiedliche Daten an, die eingegeben werden müssen, bevor Google das Rich Snippet als ein solches erkennt und potentiell anzeigt.

Für die technische Einbindung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten und jeder Betreiber sollte selbst entscheiden, inwiefern sie in den Quellcode der eigenen Seite passen. Wichtig ist nur, dass die entsprechenden Daten, die durch die gewählten Snippets vorgegeben sind, eingehalten werden. Darüber hinaus sollte im besten Fall nur mit einem Rich Snippet pro Seite gearbeitet werden, da es sonst zur Verwirrung beim Algorithmus von Google kommen kann. Die entsprechenden Markups sind auf verschiedenen Seiten hinterlegt und können in der Regel einfach mit Copy & Paste auf der eigenen Seite und in den entsprechenden Bereichen eingefügt werden und werden dann beim nächsten Suchlauf erfasst.

Eine andere Möglichkeit für die Definition der Snippets wird von Google selbst vorgegeben. Mit dem Google Data Highlighter können Webseiten, die in der Google Search Console hinterlegt sind, entsprechend bearbeitet werden. So ist es möglich, mittels einiger Klicks wiederkehrende Informationen anzuzeigen und einzustellen, die im Anschluss ebenfalls als Snippets angezeigt würden. Allerdings sind die Erfahrungen mit dem Tool von Google gemischt und ein Erfolg auf diese Weise kann nicht garantiert werden. Es ist allerdings eine Option, wenn sich der Betreiber der Webseite im Umgang mit dem Quellcode eher weniger sicher führt. Zum Glück bieten inzwischen aber auch viele der Content Management Systeme entsprechende Plugins an, mit denen der Content entsprechend der Richtlinien für die Snippets verändert werden kann.

Snippets testen und für die Benutzung optimieren

Da es natürlich nicht der Fall ist, dass die eigenen Snippets sofort in den Suchmaschinen zu erkennen sind, sollten die entsprechenden Arbeiten für die Einbindung vorher getestet werden. Nur so kann sich der Betreiber sicher sein, dass die Bots von Google die entsprechenden Daten so erkennen, wie es vom Ersteller gewünscht ist. Das spezialisierte Rich Snippet Tool von Google gibt daher die Möglichkeit, einen Test der eingebauten Markups durchzuführen. Etwaige Fehler werden hier nicht nur optisch, sondern auch in Hinblick auf den Code angezeigt und die Verbesserungen sind schnell erledigt.

Solltest Du für die Rich Snippets optimieren?

Die große Frage ist, ob sich der Aufwand für die eigene Webseite lohnt. Noch immer ist es so, dass es keine wirklichen verlässlichen Daten darüber gibt, ob die Snippets einen Einfluss auf die Platzierung haben. Es scheint eher so zu sein, dass die reine Einbindung dieser Rich Snippets keinerlei Auswirkungen auf das tatsächliche Ranking hat. Darüber hinaus ist es so, dass der Aufwand sich gerade bei einer gemischten Seite schon als enorm erweisen kann. Den entscheidenden Vorteil bringen die Rich Snippets also nicht durch ihre direkten Auswirkungen auf den Bereich der Suchmaschinenoptimierung, sondern eher durch das veränderte Verhalten der Besucher und die anderen Veränderungen, die derzeit bei Google zu bemerken sind.

Stattdessen ist es vor allem die CTR, die Click Through Rate, die den entscheidenden Vorteil für die Snippets liefert. Es werden weniger Besucher auf die eigene Seite kommen, die dort eigentlich gar nicht landen wollten. Das mag zuerst den eigentlichen Traffic reduzieren, erhöht aber die Qualität der Besucher und somit die Chance auf eine erfolgreiche Conversion. Jene Webseiten, die lieber einen sehr hohen allgemeinen Traffic haben möchten, sollten also überlegen, ob sie auf diese Form der Filterung potentieller Besucher aus den Suchmaschinen setzen wollen.

Unser Fazit

Wer in den letzten Jahren die Blogs rund um die Suchmaschinenoptimierung verfolgt hat, könnte der Meinung sein, dass die Rich Snippets das neue Schweizer Taschenmesser in der Suchmaschinenoptimierung sind. Tatsächlich haben sie eine erhebliche Veränderung für die Suchenden und auch die Betreiber mit sich gebracht. Mit den Snippets verändert sich nicht nur die Art und Weise, wie die Besucher die Suchergebnisse erleben, es sorgt auch dafür, dass die eigenen Informationen auf eine neue Weise aufbereitet werden können. Betreiber von Webseiten sollten es als eine neue Form der Werbung für die eigene Seite verstehen. Schließlich leben wir in Zeiten, in denen die Besucher von Google anspruchsvoller werden.

Durch die erhöhte Wertung von solchen Faktoren wie der Click Through Rate können Webseiten zumindest indirekt beim Thema SEO profitieren. Ansonsten geht es vor allem um die Frage, ob die Besucher in den SERPs weiterführende Informationen zur eigenen Seite finden können. Das hat in der Regel positive Auswirkungen auf viele Faktoren - ist am Ende des Tages aber nicht für jede Seite im Internet der richtige Weg.