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Satelliten-Domain

Zu den typischen Maßnahmen rund um das Marketing der eigenen Hauptseite gehört in der heutigen Zeit der Einsatz von sogenannten Satelliten-Domains. Ganz wie das Bild aus der Raumfahrt handelt es sich auch hier um ein exponiertes Projekt, das sich im Umkreis des Hauptprojektes befindet. Ganz konkret ist eine Satelliten-Domain eine weitere URL oder ganze Webseite, die mit der Hilfe von Keywords versucht hochwertige Backlinks für das Hauptprojekt zu erzeugen. Das Problem bei diesem Prinzip ist sowohl der Graubereich innerhalb der Richtlinien von Google als auch die fragwürdige Wirksamkeit solcher Domains für einen organischen Linkaufbau.

Was genau ist eine Satelliten-Domain und was soll sie bringen?

In der Regel haben Projekte im Internet keine URL, die wirklich für die Suchmaschinenoptimierung perfekt geeignet ist. In der Regel hat sie weder Suchbegriffe darin noch die perfekte Relevanz für das Thema. Mit der Hilfe von Satelliten-Domain wird nun versucht, dieses Manko zu beheben. Es werden Domains registriert und entweder mit der Hilfe von Weiterleitungen auf die Hauptdomain verwiesen oder es wird mittelmäßig attraktiver Content erzeugt, in dem sich dann Backlinks zu der eigentlichen Seite befinden. Da eine Satelliten-Domain in der Regel mit einem relevanten Keyword verbunden ist, soll auf diese Weise ein hochwertiger Backlink für das eigene Linkprofil der Hauptseite entstehen.

Was bei der Nutzung einer Satelliten-Domain zu beachten ist

Generell bewegen sich Satelliten-Domains in einer Grauzone der Optimierung. Die Experten sind sich nicht einig, ob der Einsatz gegen die Richtlinien von Google verstößt oder ob es sich noch im erlaubten Rahmen bewegt. Das zeigt sich auch schon daran, dass eine erfolgreiche Satelliten-Domain in der Regel mit ein wenig Aufwand aufgezogen werden muss. So sollte eine solche Domain immer bei einem anderen Webhoster als das eigentliche Projekt registriert und aufgebaut werden. Nur so kann verhindert werden, dass die Domains aus dem gleichen C-Netz kommen und entsprechend recht schnell von Google zugeordnet werden können. Manche Betreiber gehen so weit, dass sie ihre Linkfarmen sogar von einer anderen IP aus verwalten, damit Google auch hier keine Parallelen zwischen den Besitzern ziehen kann.

Dazu kommt, dass der Aufwand hinter einer erfolgreichen Satelliten-Domain enorm sein kann. Da stellt sich die Frage, ob einfach nur eine Weiterleitung genutzt werden soll, oder ob Content erzeugt und dargestellt werden muss. Natürlich bietet nur die letzte Option eine wirklich gute Chance, dass auch die Satelliten-Domain in den SERPs steigt. Dazu muss auch hier ein eigenes Linkprofil erzeugt werden. Nur so erzeugt die Satelliten-Domain einen eigenen Wert und der Backlink auf die Hauptseite hat die entsprechende Relevanz, damit sich das Projekt überhaupt lohnt. Gleichzeitig bleibt die Gefahr, dass Google sich am Ende dafür entscheidet, dass die Domain doch nicht den Richtlinien entspricht und es zu einem Penalty für den Satelliten oder sogar für die Hauptseite kommt.

Sollten Satelliten-Domains zu einem Teil der eigenen SEO-Strategie werden?

Die Frage ob eine Satelliten-Domain zu den eigenen SEO-Bemühungen passt, ist eine Frage der Ressourcen und des eigenen Investments in die Projekte. Generell lässt sich sagen, dass eine solche Domain durchaus einen lohnenden Backlink produzieren kann. Auch könnte eine zusätzliche Seite hilfreich für die Vermarktung der eigenen Projekte, Dienstleistungen oder Produkte im Internet sein. Und genau hier liegt die Best-Case Anwendung: Satelliten-Domains sind in der heutigen Bewertung weniger lohnenswert als eigene Nischenseiten. Mit diesen können bestimmte Projekte unabhängig von der Hauptseite vermarktet und organisch aufgebaut werden. Der positive Effekt ist so deutlich sichtbarer als einfach nur ein relevanter Backlink für die eigene Seite.

Bei all dem Reiz rund um das Thema, dürfen nämlich nicht die Nachteile vergessen werden, die mit Satelliten-Domains einhergehen können. Googles Ansicht zu den Domains ist nicht klar und es gab verschiedene Fälle in den letzten Jahren, in denen der Einsatz von umfassenden Linkfarmen in Verbindung mit Satelliten-Domains zu Abstrafungen geführt hat. Nur, weil man besonders clever bei der Erstellung ist, bedeutet es also nicht, dass Google mit seinem sehr intelligenten Algorithmus nicht entsprechende Verhaltensweisen bemerkt.

Dazu kommt, dass der Effekt der Satelliten-Domains in den vergangenen Jahren anscheinend spürbar abgenommen hat. Das ist eine Folge dessen, dass auch die Backlinks heute nicht mehr die wichtigste Rolle in der SEO-Mischung spielen. Wird dies nun dem Aufwand gegenüber gestellt, der mit der erfolgreichen Projektierung einer solchen Domain verbunden ist, ist es fraglich, ob die Kosten-Nutzen-Rechnung für den Webmaster am Ende aufgeht.