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Penguin Update

Erklärt von den TwinGeeks | SEO Agentur Berlin

Generelles zum Google Penguin Update

Die verschiedenen Veränderungen des Algorithmus der Suchmaschine Google sind unter den Experten und Webmastern gleichermaßen berühmt und berüchtigt. Jede dieser Anpassungen an den Parametern, die für die Bewertung einer Webseite wichtig sind, hat erhebliche Einflüsse auf die tägliche Arbeit rund um das Thema SEO und natürlich auf die Platzierungen der verschiedenen Webseiten. In den meisten Fällen gab es dabei nur geringe Anpassungen, bei denen es vor allem um technische Trends ging. Ein Sonderfall war das sogenannte "Penguin Update" von Google. Es hat nicht nur die Welt der Suchmaaschinenoptimierung aufgewirbelt, sondern war ein kompletter Strategie-Wandel für den Umgang mit der Suchmaschine Google.

Was war Google Penguin? Und warum war es so bedeutend?

An sich handelt es sich bei Google Penguin nicht um ein einziges Update, sondern um eine Reihe von Veränderungen an Googles so wichtigen Algorithmus für die Bewertung von Webseiten. Mit Google Panda, das erst im Nachhinein so benannt wurde, hat man bereits 2011 eine erste Maßnahme vorgenommen, die sich vor allem gegen Webseiten mit einem minderwertigen Inhalt richtete. 2012 wurden dann erstmals die Veränderungen von Google Penguin in den Algorithmus eingespeist. Weitere Updates gab es 2013, wo es vor allem um die Feinjustierung der vorgenommenen Änderungen ging. Inzwischen - spätestens mit offizieller Ankündigung 2016 - ist Penguin Teil des Kernalgorithmus von Google.

Die Bedeutung von Google Penguin lag vor allem darin, dass die Suchmaschine damit seine grundsätzliche Ausrichtung geändert hat. Vor Panda und Penguin war es vollkommen normal, dass bei den Ergebnissen der Suchmaschinen Webseiten ganz oben gelistet waren, die qualitativ keinen Mehrwert für die Besucher geboten haben. Mit der Hilfe der bekannten Maßnahmen für die Optimierung der Webseiten war es nämlich möglich, dass man sich künstlich in den Keywords nach oben arbeiten konnte. Mit der Hilfe von Penguin und Panda sollte nun dafür gesorgt werden, dass der Content einer Webseite das bestimmende Merkmal für Qualität und letztlich für die Platzierung ist.

Manipulationen sollten effektiv bekämpft werden

Bis 2012, also in den Anfängen der Suchmaschinenoptimierung, hatte Google erhebliche Probleme mit der Manipulation im Sinne ihrer eigenen Maßnahmen zur Verbesserung der Position. Da waren Seiten, die mit der Hilfe von künstlich generierten Backlinks, Manipulationen Bereich der Onpage-Optimierung und Keyword-Spam selbst bei den wichtigsten und umkämpften Suchbegriffen die oberen Plätze eingenommen haben. Meist handelte es sich dabei um Webseiten, die keinen guten Inhalt geboten haben und simpel mit Spamlinks, Affiliate-Spam und anderen Maßnahmen für eine Generierung von Geld auf sich aufmerksam gemacht haben. Mit Penguin hat Google dieser Technik einen Riegel vorgeschoben. Direkte Auswirkungen, die wenige Monate nach der Einführung und nach den Updates festzustellen waren, sahen wie folgt aus:

  • Webseiten mit starker Optimierung aber schwachen Inhalten ohne Mehrwert sind binnen von kürzester Zeit aus den Top-Positionen geflogen.
  • Google informierte mehrfach in Form von Blogposts und offiziellen Aussagen darüber, dass das Content Marketing nun eine Rolle spielt.
  • Es gab nun deutlich bessere Maßnahmen für die Erkennung von Web-Spam und anderen Maßnahmen des sogenannten Blackhat-SEO.

Die Auswirkungen waren damals nicht direkt zu spüren, sondern wurden in Form von verschiedenen kleinen Updates mit Anpassungen sichtbar. Nach und nach verschwanden aber jene Seiten von der Bildfläche der besten Ergebnisse, die Google mit seiner neuen Qualitäts-Offensive nichts mehr dort haben wollte. Gleichzeitig begann für die Branche der SEO-Dienstleister ein Umdenken, da sie sich nun nicht mehr auf die bereits bekannten Maßnahmen für Onpage- und Offpage Optimierungen verlasen konnten, sondern in anderer Form für ihre Kunden Leistungen bringen mussten. Das war der Beginn des Content Marketing.

Google Penguin als Wegbereiter einer neuen Content-Offensive

Tatsächlich war die Zeit von 2008 bis 2014 zumindest in Hinblick auf die Ergebnisse von Google eher ernüchternd. Die Zahl der Seiten, die unter bestimmten Suchbegriffen einen Content mit Mehrwert gebracht haben war überschaubar. Gleichzeitig konnten sich große Konzerne mit der Hilfe von Link-Spam durchsetzen und so bessere Angebote aus der Sichtbarkeit verdrängen. Mit Google Penguin setzte aber auch hier ein Umdenken ein. Gerade im Nischenbereich entstanden viele neue Blogs und Webseiten, die die Besucher vor allem mit qualitativ hochwertigen Inhalten zu sich gebracht haben. Daher kann man Google Penguin tatsächlich als den Start für das heutige Content Marketing bezeichnen.

Wer bei Google in der heutigen Zeit erfolgreich sein möchte, wird auf seiner Webseite Inhalte anbieten müssen, die nicht nur die wichtigsten Fragen der Besucher beantworten, sondern im besten Fall auch noch zur Viralität der entsprechenden Inhalte anregen. Das ist der Grund dafür, dass nicht einfach nur hochwertige Texte auf den gut platzierten Webseiten zu finden sind, sondern auch das Thema Multimedia in den letzten Jahren zu so einem bestimmenden Element im Content Marketing geworden ist. Wer ein gutes Video, eine starke Grafik oder aussagekräftige Media-Inhalte nutzt, hat eine höhere Chance, dass die Inhalte in den sozialen Netzwerken geteilt werden und entsprechend die Zahl der Besucher erhöht wird.

Welchen Einfluss hat Penguin auf das Thema SEO in der heutigen Zeit?

Zwar ist das Update rund um Penguin nun bereits einige Jahre her und seitdem gibt es viele technische Innovationen und Erneuerungen, die irgendwie und mal mehr oder weniger einen Einfluss auf die Welt der Suchmaschinen haben. Tatsächlich ist Google Penguin aber bis heute das wohl bedeutendste und den Algorithmus am meisten prägende Update. Mit Panda, Penguin und dem 2013 veröffentlichten Hummingbird hat die Offensive im Bereich der Qualität gleich drei Updates umfasst, die inzwischen alle ein Teil des Kernalgorithmus von der Google-Suche geworden sind. Wer mit der eigenen Webseite erfolgreich sein möchte, wird also die verschiedenen Techniken und Maßnahmen beachten müssen, die damit einhergehen.

Das bedeutet vor allem, dass man in der heutigen Zeit eine gute Mischung aus vernünftigen Inhalten mit einem Mehrwert und der normalen Optimierung hinbekommen muss. Backlinks und Onpage Optimierung sind noch immer wichtig, sie sind aber nicht die alleinigen Faktoren für eine gute Platzierung in den SERPs. Guter Content hat zudem gleich mehrere Vorteile: Er ist wichtig für Google und schafft Vertrauen beim Besucher. Mit guten Inhalten lässt sich werben, mit der Platzierung in der Suchmaschine neue Besucher anlocken. Google Penguin hat das Internet verändert - und angesichts der gesteigerten Qualitäten bei den Inhalten, definitiv in eine gute Richtung.

Videoerklärung von Matt Cutts

Nach den Updates "Penguin" und "Panda" stellt sich die Frage, ob Backlinks ihre Bedeutung für das Ranking verloren haben? (engl.)