Lädt...

White Hat SEO

Erklärt von den TwinGeeks | SEO Agentur Berlin

White Hat SEO - Allgemeines

White Hat SEO – die Suchmaschinenoptimierung mit dem weißen Hut – ist die seriöse Variante dieser Art des Suchmaschinenmarketings. Sie befolgt präzise die von den Suchmaschinenbetreibern vorgegebenen Qualitätsrichtlinien. Ihr Pendant ist die Black Hat SEO, die diese Richtlinien an vielen Stellen umgeht.

White Hat SEO: Definition

Diese SEO ist rechtlich und ethisch absolut unbedenklich. Zum Verständnis: Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization, kurz SEO) umfasst alle inhaltlichen und technischen Maßnahmen, mit denen Webseiten ohne bezahlte Werbung ein besseres Ranking in den SERPs (= Search Engine Result Pages, organische Suchergebnisse) erzielen. SEO erfolgt onpage und offpage, also direkt auf der Seite und außerhalb von dieser mit Links von anderen Webseiten. Sie gehört zum Suchmaschinenmarketing, das auch die Suchmaschinenwerbung umfasst, sowie im größeren Kontext zum Online Marketing, das weitere Bereiche wie das E-Mail- und Affiliate-Marketing einschließt. Zur SEO sollte auch die verbesserte Nutzererfahrung mit Webseiten gehören, weshalb manche Experten SEO neuerdings als Kürzel für Search Experience Optimization nutzen. Wenn sich Webmaster für die White Hat SEO entscheiden, was immer zu empfehlen ist, betreiben sie unter anderem ein organisches Linkbuilding. Sie setzen darauf, dass auf natürliche Weise Links von anderen Webseiten auf ihre Seite erfolgen. So ein natürliches Linkbuilding entsteht durch nützlichen Content, den die User lieben und gern teilen, mithin darauf verweisen. Ein Beispiel liefert etwa die Online-Enzyklopädie Wikipedia, auf die sehr gern und freiwillig verlinkt wird.

Maßnahmen der White Hat SEO

  • Inhalte mit Mehrwert: Vor allem der Standpunkt “Content is King“ hat für White Hat SEO Maßnahmen eine sehr große Bedeutung. Hochqualitativer Inhalt ist ein Garant dafür, dass Nutzer freiwillig darauf verweisen. Es entstehen natürliche Links.
  • Keywords: Schlüsselwörter in Texten und unter Bildern verbessern das Ranking. Sie müssen gründlich recherchiert werden, wozu die Suchmaschinenbetreiber entsprechende Tools bereitstellen. Nutzer suchen nach diesen Begriffen, ihr Einsatz ist für das Ranking relativ wichtig. Es ist nicht einfach, für eine Webseite die richtigen Keywords zu finden. Das leuchtet ein: Wenn ein Autohaus mit dem Keyword “Auto” operiert, wird es mit diesem abstrakten, sehr allgemeinen und millionenfach verwendeten Begriff (auch in vollkommen anderen Kontexten wie “Autorennen” oder “Automodelle”) keinen Erfolg haben. Keywords müssen daher geschickt und kontextbezogen ermittelt sowie in angemessener Density (Dichte) untergebracht werden. Keyword Stuffing – ein Verfahren der Black Hat SEO – verstößt beispielsweise gegen die angemessene Density, Texte werden mit Keywords vollgestopft. Das gefällt weder dem Nutzer noch der Suchmaschine, die darauf mit einer Penalty (Strafe) reagieren kann.
  • Links: White Hat SEO setzt ausschließlich auf natürliches Linkbuilding. Ein gutes Mittel sind hierfür Social Media-Strategien, also die Vernetzung mit eigenen Social Media Accounts. Durch das Teilen von Inhalten auf Social Media Accounts führen wiederum Links von anderen Accounts und Webseiten auf die eigene Seite – ein aus Sicht der SEO-Richtlinien sehr natürlicher Vorgang.
  • OnPage Optimierung: Das Optimierungspotenzial auf der Webseite ist sehr hoch. Es gehören dazu technische Maßnahmen wie schnelle Ladezeiten, eine sinnvolle interne Verlinkung, eine sprechende URL und Responsive Webdesign für die mobile Optimierung. Inhaltliche Maßnahmen sind sehr guter Content und der maßvolle Einsatz von guten Keywords wie oben beschrieben.

White Hat SEO: Vorteile

Diese Art der Suchmaschinenoptimierung hat viele Vorteile. Der wichtigste besteht darin, dass die Optimierer einer Penalty durch einen Suchmaschinenbetreiber entgehen. Suchmaschinen identifizieren größtenteils automatisch die verbotenen Maßnahmen von Black Hat SEO. Entsprechende Seiten werden im Ranking herabgestuft. Das muss der Webmaster zunächst hinsichtlich der Kausalkette gar nicht richtig identifizieren. Er stellt ein suboptimales Ranking fest und glaubt, es liege an seinen mangelnden SEO-Anstrengungen. Möglicherweise verstärkt er dann noch sein Black Hat SEO Vorgehen, bis ihn der Suchmaschinenbetreiber schließlich über eine Penalty offiziell informiert. Diese kann das Herabsetzen im Ranking bedeuten (in der Regel ab Platz 60 abwärts), doch schlimmstenfalls werden Seiten auch aus dem Index verbannt. Je nach Schwere der Strafe ist es durchaus möglich, die Folgen wieder auszubügeln, doch das ist aufwendig und teuer.
Zudem verliert eine herabgestufte Seite deutlich an Aufrufen, was bei kommerziellen Seiten eine deutliche Umsatzeinbuße bedeutet. Seiten, die mit White Hat SEO optimiert wurden, passiert das nicht. Damit kann White Hat SEO auf mittlere bis lange Sicht deutlich kostengünstiger sein. Es gibt aber noch mehr Vorteile. Viele Unternehmer entscheiden sich aus rein ethischen Gründen für die seriöse White Hat SEO. Nutzer bemerken nämlich auch mehr oder weniger gut, wie seriös oder halbseiden eine Seite ihren Rang in der Suchmaschine erreicht hat. Nicht zuletzt gelten diese Seiten auf lange Sicht als zuverlässig, halten einen mehr oder weniger berechenbaren Rang und können damit eine sehr gute Basis für wirtschaftliche Aktivitäten im Netz sein. Wer ein Geschäft langfristig aufbauen möchte, sollte daher auf White Hat SEO setzen.

Gibt es mit White Hat SEO auch Probleme?

Auch wenn die Darstellung der White Hat SEO sehr positiv klingt, so kann sie sich in bestimmten Fällen als problematisch erweisen. In Märkten mit einem sehr hohen Wettbewerb erlangen Black Hat Optimierer, die unter der Schwelle einer Penalty bleiben, einen Wettbewerbsvorteil. Dabei geht es auch um die Art des Marktes. Dort, wo blitzschnell ein neues Produkt offeriert werden soll, sind die Online-Vermarkter sehr schnell versucht, die “schnelle” Black Hat SEO anzuwenden – oder jedenfalls ein bisschen von ihr, um keine Penalty zu kassieren. Für diese unterschwellige Black Hat Variante hat sich der Begriff Grey Hat SEO eingebürgert. White Hat SEO verlangt auch einen langen Atem. Dennoch könnte es passieren, dass ein Konkurrent mit Black und Grey Hat Methoden immer ein wenig weiter vorn rankt. Der Vorteil der seriösen Optimierer besteht allerdings darin, dass Black Hat Webseiten über Nacht abgestraft werden können, wodurch dann die konkurrrierende White Hat Seite nach vorn rückt. Die abgestrafte Black Hat Seite erreicht auch ihren früheren Rang trotz aller Bemühungen nicht so schnell wieder.

Gibt es blütenweiße SEO?

Möglicherweise nicht, und zwar allein deshalb nicht, weil die Abgrenzung zur Black Hat SEO nicht vollkommen scharf ist. Daher hat sich ja das große Feld der Grey Hat SEO etabliert. Was bedeutet es beispielsweise aus Sicht der Suchmaschine, wenn ein Optimierer mit zahllosen Beiträgen in eigenen Blogs auf seine Hauptseite verlinkt? Ist das Link-Spamming oder legitim? Im Einzelfall könnte die Qualität der Blogbeiträge darüber entscheiden. Diese aber können Suchmaschinentools noch nicht messen.